Früher wurde IT gekauft. Heute muss sie zuverlässig gemanagt werden. Warum klassische Infrastrukturen an ihre Grenzen stossen und weshalb managed Services zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Früher hat man die IT gekauft
Lange Zeit war IT eine grosse einmalige Anschaffung. Server bestellen, einbauen, in Betrieb nehmen, über mehrere Jahre abschreiben. Dazu kamen ein eigener Raum, eine Klimaanlage, eine Notstromversorgung, Sicherungen auf Bändern und im besten Fall jemand im Team, der wusste, wo welches Passwort lag.
Das hat funktioniert. Solange die IT übersichtlich war, solange Angriffe aus dem Internet weit weg schienen und solange der Verantwortliche nicht gerade in den Ferien war, wenn etwas ausfiel. Heute ist die Welt eine andere. Und deshalb stellt sich für jede Firma die Frage:
Lässt du managen oder kaufst du noch?

Was sind managed Services?
Managed Services sind kein neuer Name für einen Wartungsvertrag. Es ist ein anderer Weg, IT zu nutzen. Statt Geräte und Lizenzen selbst zu kaufen und sich danach um den Betrieb zu kümmern, bezieht man einen fertig laufenden Dienst zu einem festen Monatspreis. Inbegriffen sind die Einrichtung, das tägliche Überwachen, das Einspielen von Aktualisierungen, das Beheben von Störungen und der Austausch der Geräte, wenn sie in die Jahre kommen.
Bei Exxo gibt es zum Beispiel:
Der grosse Unterschied zum klassischen Kaufmodell liegt auf der Hand: Wer Managed Services wählt, gibt den operativen Aufwand ab, ohne die Kontrolle zu verlieren. Die Verantwortung ist breit abgestützt, und Exxo ist zur Stelle, wenn etwas nicht rund läuft.
Warum kaufen viele Nachteile mit sich bringt
Wer heute noch alles selbst kaufen und betreiben will, stösst schnell an Grenzen.
Es fehlen die Leute. Gute Fachleute in der IT sind in der Schweiz teuer und schwer zu finden. Und niemand will rund um die Uhr erreichbar sein, nur weil ein Server am Wochenende streikt.
Die Technik wird schneller alt. Windows Server 2016 verliert seinen Support Ende 2026 Windows 10 hat ihn schon Ende 2025 verloren. Microsoft 365 muss laufend abgesichert werden, weil jede Woche neue Risiken auftauchen.
Angriffe nehmen zu. Kleine und mittlere Firmen sind heute genauso im Visier wie grosse Konzerne. Wer eine Cyberversicherung will, muss inzwischen belegen, dass die eigene IT geschützt ist. Wer das nicht kann, bekommt schlechtere Bedingungen oder gar keine Police mehr.
Geld ist anders gebunden. Ein neuer Server kostet auf einen Schlag viel Geld und sitzt drei Jahre in der Bilanz. Ein Managed Service kostet jeden Monat gleich viel. Das lässt sich besser planen, vor allem wenn die Firma wächst oder schrumpft.
Ist es günstiger, die IT selbst zu betreiben?
Wer richtig vergleicht, schaut nicht nur auf den Anschaffungspreis. Es gehört mehr dazu:
| Was kostet | Beim Kaufen | Bei Managed Services |
| Hardware | einmal viel Geld | im Monatspreis dabei |
| Software und Lizenzen | extra organisieren | gleich mit dabei |
| Überwachung rund um die Uhr | meistens nicht möglich | gehört dazu |
| Aktualisierungen | macht jemand intern | macht der Anbieter |
| Wenn etwas defekt ist | warten, eskalieren | feste Reaktionszeit |
| Wenn Geräte alt werden | neu kaufen | wird ersetzt |
| Wenn jemand kündigt | viel Wissen weg | bleibt beim Anbieter |
| Dokumentation | oft lückenhaft | sauber geführt |
Wer so rechnet, sieht meistens, dass Eigenbetrieb selten günstiger ist. Was viele unterschätzen, sind die versteckten Kosten. Die Zeit zum Beispiel, in der sich die Geschäftsleitung mit IT beschäftigt, statt mit dem Daily Business.
So wirkt sich Managed Services auf die IT aus
In der Praxis zeigen sich immer wieder die gleichen drei Effekte.
Die IT wird ruhiger. Wenn jemand anders das Überwachen, Aktualisieren und Sichern übernimmt, hat das eigene Team wieder Kopf für Projekte, die das Geschäft voranbringen.
Die IT lässt sich belegen. Exxo arbeitet nach den Vorgaben von ISO 27001 und dokumentiert alles im Kundencenter. Wenn die Versicherung, eine Prüfstelle oder der Datenschutz Nachweise will, sind sie da.
Die Daten bleiben in der Schweiz. Die Rechenzentren stehen in Zürich und im Aargau. Schweizer Recht, Schweizer Datenschutz.
Heisst das, dass man die IT nicht mehr selbst betreiben sollte?
Nein. Es gibt Fälle, in denen es sinnvoll bleibt, eigene Geräte zu kaufen und selbst zu betreiben. Etwa, wenn besondere Maschinen gesteuert werden, wenn Daten strenge Auflagen erfüllen müssen oder wenn die Antwortzeiten kurz sein müssen.
Aber für den grössten Teil dessen, was Firmen täglich brauchen, also Arbeitsplätze, Server, Netzwerk, Mail, Backup und Schutz vor Angriffen, stellt sich die Frage anders. Nicht mehr ob, sondern was und wie viel. Wer heute neu investiert, sollte sich also weniger fragen: «Welches Gerät kaufe ich?» Sondern mehr: «Welche Leistung brauche ich, und wer sorgt dafür, dass alles läuft?»

Beitrag von:
Berkay Celik | Teamleiter, Partner